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Erweiterung der Rekonstruktion im Jahr 2005

(Bitte Bilder anklicken, um Vergrößerungen zu sehen)

Bei der ersten Rekonstruktion in den Jahren bis 1991 ging man noch von der wissenschaftlichen Hypothese aus, dass die villae rusticae in unserem Raum mit einem offenen Innenhof gebaut worden waren. Dies war bei den italischen Vorbildern der Fall. So wurde bei der Teilrekonstruktion ein offener Innenhof vorausgesetzt. Bald zeigte sich aber, dass die Klimaverhältnisse bei uns gegen einen offenen Innenhof sprechen. Die nach innen geneigten Dächer setzten bei starken Regenfällen den Hof unter Wasser und die Kellerräume waren sehr feucht.

Keramik
Der überdachte Innenhof
Keramik
Ansicht von Norden

Dies und die Notwendigkeit einer Museumsvergrößerung führten im Jahr 2005 zu einer Erweiterung der Rekonstruktion. Bei den Planungen ging man statt eines offenen Innenhofs von einer überdachten Halle aus. Dabei erwies sich, dass im Originalbefund genau an den Stellen wo die größte Last des Daches auflag, die Mauern verstärkt worden waren. Dies zeigt, dass auch in römischer Zeit die Bauweise den klimatischen Verhältnissen angepasst wurde.

Die schon bestehende Teilrekonstruktion wurde um fünf neue Räume erweitert. Ungefähr ein Drittel der zentralen Halle ist nun überdacht. Aufgrund der außerordentlichen Größe des Hauses ist auch die Bedachung der Halle entsprechend hoch und bietet einen imposanten Anblick.

Speisezimmer
Speisezimmer (Triclinium)
Heizanlage des Speisezimmers
Heizanlage des Speisezimmers

Die neu gewonnenen Räume ermöglichten nun, das römische Speisezimmer (Triclinium) am originalen Platz wieder aufzubauen. In diesem Raum wurde auch erstmals die römische Unterbodenheizung wieder in Funktion gesetzt.
Im oberen Geschoß befinden sich nun eine Ausstellung zur Kindheit im römischen Reich, ein Schlafzimmer und ein Vorratsraum.

Die erweiterte Portikus
Die erweiterte Portikus
Durchgang mit Bogen
Durchgang mit Bogen

Zusätzlich wurde im Sommer 2008 die offene Säulenhalle (Portikus) um rund 20 Meter erweitert. Dadurch bot sich auch die Gelegenheit, einen bei der Ausgrabung entdeckten umgefallenen Bogen wieder am Originalplatz aufzurichten.

Obwohl das Haus nur rund zu einem Viertel wieder aufgebaut ist, bietet es einen bemerkenswerten Eindruck eines herrschaftlichen Hauses aus römischer Zeit.

Im Zuge der weiter voranschreitenden Ausgrabungen auf dem Gelände des Gutshofes wurden in den letzten Jahren zusätzlich kleinere Nebengebäude rekonstruiert und viele Ausgrabungsbefunde konserviert:

Eingangstor und Umfassungsmauer
Eingangstor
Schmiede
Schmiede
getreidedarren
Getreidedarre
Speicherbau
Speicherbau



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