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4. Der Rückzug der römischen Besatzer

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Alamannische Holzbauten
Alamannische Holzbauten

Der Druck von alamannischer Seite auf den Limes wurde im Lauf des 3. Jahrhunderts immer stärker. Zusammen mit innenpolitischen Schwierigkeiten führte dies dazu, dass die Grenze bis zur Donau und der Iller zurückgenommen wurde. In Südwestdeutschland liessen sich ab diesem Zeitpunkt alamannische Siedler nieder. In dieser frühen Phase findet man sie häufig in der Nähe von römischen Siedlungen, wobei sie die Häuser selber jedoch absolut mieden. Dass sie dennoch die Nähe aufsuchten mag daran liegen, dass das umliegende Land schon gerodet und für die Landwirtschaft vorbereitet war.

In Hechingen-Stein ist nachgewiesen, dass die Alamannen die Eingänge zum Hauptgebäude vermauerten und sich direkt nördlich Holzhäuser bauten.

Alamannische Fibeln
Alamannische Fibeln

Mit dem Rückzug der römischen Siedler ging viel von ihrem Wissen über Technik und Kultur verloren. Die Alamannen waren zwar ausgezeichnete Handwerker - ihre Kenntnis der Metallverarbeitung war der römischen weit überlegen - aber eine staatliche Organisation mit all ihren Vorteilen war ihnen fremd. Die Strassen wurden zwar weiter genutzt, konnten aber nicht mehr instand gehalten werden.

Römerturm in Köln
Eckturm der römischen
Stadtmauer von Köln

Als Kaiser Karl der Grosse, beeindruckt von den römischen Bauten in Italien, um das Jahr 800 n. Chr den Aachener Dom errichten wollte, musste er antike Säulen aus Ravenna holen lassen, da im fränkischen Reich niemand mehr in der Lage war diese herzustellen.

Nur wenig hat sich über die Jahrhunderte erhalten. Einzelne Bauten wie die Porta Nigra in Trier oder ein Eckturm der römischen Stadtmauer in Köln zeugen heute noch von der Blüte der römischen Kultur vor annähernd 2000 Jahren.