Die Anlage wurde Ende des ersten Jahrhunderts n. Chr. gegründet und vermutlich zwischen 233 und 260 n. Chr. aufgegeben. Alamanneneinfälle im rechtsrheinischen Gebiet führten dazu, dass der römische Staat dieses Gebiet räumte und sich auf die linke Rheinseite zurück zog. Der Rhein bildete dann bis Anfang des 4. Jahrhunderts n. Chr. die Reichsgrenze.

Die Gebäude der Anlage wurden offensichtlich planmäßig geräumt, da keine nennenswerten Brandspuren oder Zerstörungen festgestellt wurden. Ob alle Bewohner abzogen, ist nicht eindeutig zu bestimmen. Eine Nachnutzung konnte nördlich des Hauptgebäudes nachgewiesen werden. Es handelte sich um eine Holzbebauung, die vermutlich um das 4. Jh. n. Chr. entstand. Auch nachrömische Veränderungen in den Steingebäuden wurden nach deren Auflassung vorgenommen.

In den folgenden Jahrhunderten zerfielen die Bebauungen. Auch "Steinraub" führte dazu, dass oberflächlich die Spuren verschwanden. Bis zur Entdeckung 1971 waren alle Mauerreste im Erdboden verborgen. 

In den ersten vier Grabungsjahren wurden die beiden Zentralbauten vollständig freigelegt : die Portikusvilla mit Eckrisaliten und ein Badegebäude. Die Mauern wurden zunächst nur konserviert und gesichert. Die Rekonstruktion erfolgte ab 1985. 

Den Abschlussbericht über die Grabungskampagne 1978 - 1981 können Sie hier nachlesen:

Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 1981, Konrad Theiss Verlag, 1982, S. 137 - 140


1981 Ubersicht BS

Portikusvilla vor der Konservierung der Mauern

 

1981 Ubersicht konserviert

Zustand nach der Konservierung

 

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1981 Ubersicht BS

Portikusvilla vor der Konservierung der Mauern

 

1981 Ubersicht konserviert

Zustand nach der Konservierung

 

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